Datum und Uhrzeit:
Freitag, 24. April 2026, ab 19 Uhr
Veranstaltungsort:
Konzertsaal des Prager Konservatoriums
Na Rejdišti 1, Praha 1

Programm
- Viktor Ullmann: Sonate für Klavier Nr. 3
- K. A. Hartmann (1905-1963): Sonate „27. April 1945“
- F. Mendelssohn-Bartholdy: Variations serieuses op. 54
Mitwirkende
- Annika Treutler (Deutschland) – Klavier
Für den diesjährigen Solo-Klavierabend haben wir Annika Treutler eingeladen, eine herausragende deutsche Pianistin der jungen Generation, die sich seit vielen Jahren u.a. systematisch dem Werk von Viktor Ullmann widmet und 2020 den renommierten Opus Klassik-Preis in der Kategorie „Aufnahme des Jahres“ für ihre Einspielung seines Klavierkonzerts gewann.
In unserem Konzert im inspirierenden Ambiente des Konzertsaals des Prager Konservatoriums interpretiert sie Ullmanns 3. Klaviersonate von 1940 (mit einem wunderschönen dritten Satz – Variationen über ein Mozart-Thema). Das zweite Stück ist eine äußerst eindrucksvolle Sonate des deutschen Komponisten Karl Amadeus Hartmann, die der in der Nazi-Zeit in innerer Emigration lebender Künstler unter dem Eindruck eines erschütternden Erlebnisses schuf – der zufälligen Begegnung mit dem Zug der sich im elenden Zustand befindlichen Häftlinge bei ihrer Evakuierung aus dem KZ Dachau im April 1945. Die Sonate zählt zu den ausdrucksstärksten musikalischen Botschaften gegen den Krieg. Den Abschluss des Konzerts bilden die meisterhaften „Ernsten Variationen“ für Klavier op. 54, die zu den bedeutendsten Werken der Weltklavierliteratur zählen.
Über die Mitwirkende
Annika Treutler – Klavier

Annika Treutler gehört zu den herausragendsten Persönlichkeiten der jungen deutschen Pianistengeneration; der RBB bezeichnete sie als „interessanteste deutsche Pianistin unter 30“. Im Jahr 2020 erhielt sie den renommierten Opus Klassik-Preis für ihre Aufnahme des Klavierkonzerts von Viktor Ullmann mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Stephan Frucht, die anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz veröffentlicht wurde. Die Kritik lobt ihre technische Brillanz, ihre Ausdruckskraft und ihre stilistische Überzeugungskraft.
Zehn Jahre nach ihrem Debüt mit Schumanns Klavierkonzert in der Berliner Philharmonie arbeitete sie mit einer Reihe bedeutender Orchester zusammen, darunter das Orchestre Symphonique de Montréal, das Gürzenich-Orchester Köln und das Belgrader Philharmonische Orchester, und trat in Konzertsälen wie der Elbphilharmonie, der Wigmore Hall, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam auf. Neben ihrer Solokarriere widmet sie sich intensiv der Kammermusik und arbeitet mit führenden Interpreten ihrer Generation zusammen.
Sie ist Initiatorin und künstlerische Leiterin des Projekts #respondinmusic, das sich mit Musik aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und ihrer Bedeutung für die heutige Erinnerungskultur befasst. Seit 2018 unterrichtet sie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.